#JetztErstRecht

Kölner Willkommensinitiativen nehmen Stellung

Wir sind fassungslos und erschrocken über die sexuellen Attacken auf Frauen und die Raubüberfälle in der Silvesternacht.

Wir sind wütend, wie diese Ereignisse (und damit auch die Opfer) benutzt werden, um rassistische Haltungen und Übergriffe salonfähig zu machen.

Wie es zu diesen schrecklichen Ereignissen kam, ist noch nicht geklärt. Ob sie zu vermeiden gewesen wären, werden wir wahrscheinlich nie erfahren. Als Gesellschaft sollten wir aus ihnen lernen.
In unserer Arbeit mit geflüchteten Menschen haben wir gelernt, Unterschiede wahrzunehmen. Unterschiede, die beleben und bereichern, aber manchmal auch Unterschiede, die verstören.
Die Welt ist nicht schwarz-weiß. Diejenigen, die neu zu uns kommen sind Menschen wie wir.
Menschen, die aus größter Not zu uns kommen benötigen unseren Schutz. Sicher gibt es auch Menschen, die sich die Not und unsere Hilfsbereitschaft zu Nutze machen wollen, zum Schaden anderer. In unserem Engagement darf uns das nicht behindern.

Wir glauben, dass Ängste nur durch vielfältige Möglichkeiten der Begegnung abgebaut werden können. Dies ist in Massenunterkünften mit mangelnder hauptamtlicher Betreuung nicht möglich.

Wir fühlen, dass es in Sachen Zuwanderung keine schnellen Antworten gibt. Kenntnis führt aber zu mehr Verständnis, auf beiden Seiten.

Die Entwicklungen der letzen Zeit bestätigen uns in der Gewissheit, dass Integration der richtige Weg ist. Wir fordern:

  • menschenwürdige Unterbringungen für Geflüchtete. Massenunterkünfte schüren Aggression, Frustration und kriminelle Strukturen.
  • Begegnungsstätten, die ein Miteinander fördern.
  • ein Sozial- und Bildungsprogramm, mit gleichen Chancen für alle. Durch Zukunftsperspektiven – nicht nur für Geflüchtete – schützen wir uns vor Hass und Gewalt. Dadurch schaffen wir langfristig Sicherheit, nicht durch Gegengewalt und Abschottung.

Wir glauben weiter an ein friedvolles Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft auf der Basis gemeinsamer Werte in einem weltoffenen Köln, in einem weltoffenen Deutschland und sagen:
JETZT ERST RECHT!

WICHTIG!
Die Liste an Unterzeichner*innen wird laufend erweitert.
Unterzeichen? Siehe unten.
Die Stellungnahme kann gerne weiterverbreitet werden: #JetztErstRecht

Unterzeichner*innen:

    • Köln:

Willkommen in der Moselstrasse
Willkommen in Nippes
Willkommen in Brück
„Integration bringt Freu(n)de“
Flüchtlingshilfe Blumenberg
Willkommen in Ehrenfeld
Runder Tisch Riehl
Willkommen in Longerich
Hallo in Sülz
Willkommen in Raderthal
NETZwerk Flüchtlingshilfe Worringen
Willkommen in Weiden & Lövenich
Syrienhilfe
Hawar Hilfswerk
Refugee Information and Assistance (RIA)
LGBTIQ REFUGEE COLOGNE
Willi-Initiative Köln-West
Ökumenische Flüchtlingshilfe Dellbrück/Holweide
Treffpunkt Freundeskreis
forum io (Integration online)
Refugees Welcome Cologne
Flüchtlingshilfe Zündorf
Willkommenskultur Niehl

    • überregional:

Moabit hilft
Finsterwalder Bürgernetzwerk
Refugees Welcome Sängerstadt

    • Institutionen oder Bündnisse, die sich unserer Stellungnahme anschließen:

Aktion Neue Nachbarn in Köln
Comedia Theater
Sprecherkreis Köln stellt sich quer
Bündnis Köln Nord gegen Rechts
Akademie der Künste der Welt Köln

    • Privatpersonen:

Hans Mörtter, Klaus Adrian, Frank Straßburger, Lothar Krögerrecklenfort, Werner Kämper, Mario Ascani, Volker Hauff, Andreas May-Johann, Christopher Pohl, Hans-Dieter Lambertz, Christine Lieser, Iris Auerswald, Dagmar Diebels, Sigrid Jamali-Meng, Rüdiger Gödde, Catharina Wewetzer, Irene Ofteringer, Birgit Vogt, Anke Ben Rejeb, Thomas Fuchs, Anna Hogrewe-Fuchs, Heinrich Schmitz, Nicole Binz, Vera Battenberg, Frank Jablonski, Gabi Froese, Werner Froese, Marie Kuster, Barbara Sengelhoff, Annette Ewald, Stefanie Fiebig, Peter Schumacher, Wolfgang Pilgrim, Dagmar Diebels, Uta Schröder-Jakobs, Bettina Wilker, Ruth Wiltshire, Sarah Danger, Jutta Rotermundt, Rainer Rotermundt, Inge Lomax, Ingrid Grönke, Sandra Zerres, Barbara Gramberg, Miriam Berger, Ruth Spätling, Peter Buhnfall, Vera Steden, Martina Thomas, Birgit Meinecke, Wolfgang Albrecht, Clara Zepter, Dr. Verena Prior, Ede Schmitz, Claudia Rempe, Gisela Schuler, Ulli Wendler, Caren Schumann, Sandra Meissner, Guido Meetz, Kirsten Witt, Walter Schulz, Dorothea Klotz, Liesel Pusacker, Gerhardt Haag, Lars Gerhard, Astrid Brand, Gabriele Merks, Ariane Spelthann, Olaf Hensel, Angelika Calmez, Carolin Leser, Norbert Windeck, Dora Engl-Küssner, Karin Hoverath, Andree Willige, Eirian Sahinkaya, Gerd Bosbach, Denise Klein, Moritz Böll, Laura Schlaphorst, Albrecht Kieser, Uta Meiß, Walter Harings, Angelika Link-Wilden, Ilse Klink, Heike Krögerrecklenfort, Li Daerr, Wera Reusch, Claudia Fernandez, Ulrike Detjen, Nina Krögerrecklenfort, Monika Harings, Barbara Moritz, Wolfgang Reinicke-Abel, Matthias W. Birkwald, Waltraud Hohns, Marie Gottsacker, Maria Schüller, Dieter Schöffmann, Katrin Lindley, Sina Marx, Reiner Schmidt, Monika Jostes, Leila Popal, Rüdiger Gödde, Jürgen Crummenerl, Marko Dünnebier

Stellungnahme unterschreiben?

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Vera Schöpfer
Frank Straßburger

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